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17. Int. Schlittenhunderennen in Clausthal-Zellerfeld 2004
WM-Qualifikationslauf

Zitterpartie Clausthal: letzter WM-Qualifikationslauf konnte trotz widriger Umstände stattfinden!
Clausthal Zellerfeld im Februar 2004, endlich eine Woche vor dem Renntermin fällt der erste Schnee auf den vom letzten Tauwettereinbruch verbliebenen Rest. Zwei Tage später fallen nochmals 20 cm Neuschnee und die Pistenraupe kann ihren Dienst antreten um die vier für dieses letzte Qualifikationsrennen erforderlichen Streckenlängen (7,55 bis 22 Km) zu präparieren. Nach und nach treffen die Helfer ein um das Rennen vor Ort vorzubereiten. Donnerstagabend sieht alles noch gut aus, weiterer Schneefall, der jedoch zunehmend in Eisregen übergeht, ab Mitternacht dann Nieselregen und aufkommender Nebel, welcher Musher kennt nicht die chinesische Regenfolter, die nachts auf das Wohnwagendach trommelt und Schlafen unmöglich macht!? Freitagmorgen Krisenbesprechung. Die Schneehöhe hat über Nacht beträchtlich gelitten und die Temperaturen bleiben über null Grad. Ein Befahren der Strecke ist nur noch mit dem Skidoo möglich - soll der letzte Qualifikationslauf zur WM in Cortina d`Ampezzo in letzter Minute doch noch abgesagt werden? Die Wettervorhersagedienste für die Region widersprechen sich - Frost und Schneefall bzw. Tauwetter und Fön alles ist möglich. Die Chancen zur Durchführung des Rennens stehen also 50:50. Das Gros der Teilnehmer ist bereits eingetroffen bzw. noch unterwegs, eine Absage ist nicht mehr möglich. Entscheidung des Organisationsteams: „Das Rennen findet statt, die Feuerwehr bringt Schnee an die neuralgischen Punkte, macht das Beste draus".

Starvorbereitung Skandinavier Herren

Die Stake-Out-Plätze füllen sich langsam. Temperatur weiter über null Grad, doch wenigstens regnete es nicht mehr. Der Trail steht! Den örtlichen Helfern und den Einsatzkräften der Feuerwehr war es doch tatsächlich gelungen auf eine Strassenüberquerung und ein Teilstück von ca. 300 m Länge ausreichend Schnee aufzubringen. Samstagmorgen nach Kontrolle der Strecke wurde beschlossen den Start um eine halbe Stunde nach hinten zu verlegen um den Helfern nochmals die Möglichkeit einer Streckenverbesserung zu geben.

Am Ende gingen von 74 gemeldeten StarterInnen 61 an den Start. Starker Nebel lag fast den ganzen Tag über Clausthal Zellerfeld, was die Bewältigung der Strecken auch nicht einfacher machte. Volle Konzentration auf die Streckenbeschilderung war also absolut notwendig. Nachdem alle Starter das Ziel wieder erreicht hatten kamen auch die NachwuchsmusherInnen unter begeisterten Anfeuerungsrufen der ausharrenden Zuschauer auf ihre Kosten. Überhaupt waren wieder Massen von Zuschauer da, viele als sogenannte „Stammgäste", und die Hunde wurden von morgens bis nachmittags bewundert und gestreichelt.

Die erste Kurve nach dem Start

Der eine oder andere Vierbeiner hatte mit Sicherheit die Schnauze voll". Auf Grund der Witterung war zu befürchten, dass der Trail keinen weiteren Tag Stand halten würde und vom Nachmittag bis in den späten Abend brachten Feuerwehr und THW Lkw-weise Schnee auf die kritischen Trailabschnitte. Während des Musherabends gab es eine Tombola und jeder gestartete Teilnehmer erhielt ein kleineres oder größeres Präsent der den TCB e.V. unterstützenden Sponsoren. Nach Ausgabe der Ergebnislisten war endlich klar welche der Anwesenden sich an diesem Tag mit ihren Hunden die Fahrkarte" nach Cortina d`Ampezzo erarbeitet hatten.

Zieleinlauf am 2. Tag

Die sportlichen Verlierer gratulierten den Gewinnern. Persönlich übergab Peter Nölle, Präsident der AGSD, an diese die diesmal besonders schönen Jacken der Deutschen Nationalmannschaft. Und es gab schon wieder Nieselregen! Sonntagmorgen Musherbe-sprechung. Der Gesamttrail war trotz aller Mühen nicht mehr befahrbar und somit wurde vom Trail-Team eine ca. sieben Kilometer lange Strecke ausgeschildert und mit Helfern präpariert (an dieser Stelle herzlichen Dank an Vater Helmholtz und Junior - immer unermüdlich mit dem Skidoo unterwegs).

Eine Entscheidung über Start oder nicht blieb somit jedem selbst überlassen und es fanden sich über 30 Starter, die den auch am zweiten Renntag zahlreich anwesenden Besuchern somit ein Training unter Rennbedingungen bieten konnten. Die Startliste wurde improvisiert und ausgehängt, auch die Startermischung aller Kategorien bereitete niemandem Probleme.

Auch Sonntags wieder viele Zuschauer

Im Ziel stellte sich heraus, dass dieser kürzere Trail besser zu befahren war als der am Vortag. Nach der Siegerehrung - neben den Urkunden und Pokalen gab es Sachpreise der Firma Phillips und Hundefuttersäcke der Firma Advance - leerte sich der Platz zügig und die Aufräumarbeiten konnten beginnen. Wie bei allen Veranstaltungen ist im nachhinein all denen zu danken, die zum reibungslosen Ablauf beigetragen haben.

Detlef Aue Sportwart TCB e.V.
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