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Geschichte der Schlittenhunde

Nomaden vom den Stämmen der Samojeden, Korjaken und Tschuktschen, die in Zentralsibirien nördlich vom Baikalsee lebten, setzten zum ersten mal Hundeschlitten ein.
Felsmalereien, die über viertausend Jahre alt sind zeigen Nomadenjäger mit Hundeschlitten. Diese Nomaden waren Jäger und folgten den Renntierherden über weite Strecken über das Eis der Arktis. Ihre Hunde die ursprünglich Jagdhunde waren wurden zu Zugtieren, die ihnen geholfen haben Ihre Lasten über weite Strecken, schnell und Zuverlässig zu ziehen.

Da Schlittenhunde sowohl wolfsähnliches als auch wolfsgleiches Verhalten zeigen, läßt sich ihre Verwandtschaft mit dem Wolf nicht leugnen. Die ausgeprägten Verhaltensweisen wie Jagdtrieb und Rudeleigenschaften mit einer natürlichen Hierarchie die in einem

Rudel herrscht, eignen sich Schlittenhunde hervorragend zum zusammenspannen. Genau diese Eigenschaften haben die Nomaden erkannt und genutzt.
Außer den Nomaden und Eskimos, lernten die Goldsucher in Alaska die Kraft und Ausdauer der Schlittenhunde zu schätzen.
In Ruf der Wildnis beschreibt Jack London das Dasein der Schlittenhunde.
"Viele Männer gab es da und unzählige Hunde, und alle waren bei der Arbeit. Sie zogen Lasten mit Bau- oder Brennholz, brachten heran, was in den Minen gefördert wurde, ..."
Nach unseren Maßstäben war diese Arbeit, die sie sowohl bei eisiger Kälte, als auch in den Sommermonaten verrichteten, Tierquälerei. Es zeigt aber auch zu welchen Leistungen unsere Schlittenhunde fähig sind.
Die Schlittenhunde verrichteten aber auch ihre Arbeit beim Ziehen von Lasten über weite Strecken. Die Versorgung des Landesinneren wurde im Winter ausschließlich mit Hundeschlitten sichergestellt. Dank der Schlittenhunde kamen die lebenswichtigen Güter und die Post bis in die entlegensten Orte Alaskas.
Wenn man den Aussagen der Musher (Schlittenhundeführer) glauben darf, sind ihre Hunde die stärksten, ausdauerndsten, intelligentesten und schnellsten Tiere. So kam es zu den ersten Schlittenhunderennen, wo es diese Aussagen zu beweisen galt. Man beschloß ein Rennen von Nome nach Candle und zurück. Die Strecke betrug 650 Kilometer. Das Totale Rennen war geboren, die "All Alaska Sweepstakes".

Die Begeisterung für das Rennen war so groß, daß für die Dauer des Rennens Schulen, Banken und Gerichte geschlossen wurden, um das Renngeschehen verfolgen zu können. John Agnes gewann 1908 das erste Rennen mit einem Gespann von Malamute-Mischlingen . Seine durchschnittliche Geschwindigkeit betrug 5,5 Stundenkilometer.

In den folgenden Jahren wuchs die Beliebtheit des Rennens immer mehr und es brachte mushers hervor, wie Leonhard Seppala und John Johnson. Letztgenannter stellte 1914 bei den All Alaska Sweepstakes einen bis heute ungeschlagenen Rekord auf. Er schaffte die Strecke in 74 Stunden, 14 Minuten und 37 Sekunden.
Leonard Seppala gewann dasselbe Rennen von 1915 bis 1917 dreimal in Folge. Berühmtheit erlangte er außerdem 1925. Eine Diphterieepidemie war in Nome ausgebrochen und wegen der Jahreszeit war es nicht möglich das benötigte Serum per Flugzeug zu transportieren. Die Eisenbahn konnte das Serum nur bis Nenana bringen. Die verbleibende Strecke von tausend Kilometer mußte in einem Staffellauf von Hundeschlitten zurückgelegt werden.
Das der Transport des Serums erfolgreich ablief, war nicht zuletzt ein Verdienst von Seppala, der allein 270 Kilome

ter mit seinen Hunden gefahren war, um das Serum zu übernehmen und dann ohne lange Erholungspause Richtung Nome fuhr. Insgesamt legte Seppala über fünfhundert Kilometer zurück bis er das Serum übergab. Gunnar Kaasen, war der Letzte, von insgesamt 20 mushers, die 127 Stunden und 30 Minuten benötigten um das Serum von Nenana nach Nome zu transportieren.

Heute wird diesem Ereignis mit dem wohl bekanntesten Schlittenhunderennen unserer Tage gedacht, dem Iditarod. Das Rennen führt von Anchorage über 1700 Kilometer nach Nome.

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